Die Mnemotechnik als Gedächtnisstütze
Ausgefeilte Gedächtnistechniken befeuern unser Erinnerungsvermögen. Durch sie sind wir aufnahme- und wiedergabefähiger. Es gibt viele unterschiedliche Methoden, das Gedächtnis optimal zu stärken. Wissenschaftler aller Zeitepochen haben sich seit der Antike mit ihrer Entwicklung beschäftigt. Die Mnemotechnik brilliert durch ihre Vielfalt und Ausgewogenheit. Sie ist die Wiedergabe und Aufarbeitung historischer Techniken, die bis heute Wirkung zeigen.
Mehr Aufnahmefähigkeit durch Mnemotechnik
Das Kunstwort „Mnemo“-Technik tritt seit dem 19. Jahrhundert an die Stelle des Begriffes „Gedächtniskunst“.
Sinn und Ziel der Mnemotechnik (aus dem Griechischen: „Gedächtnis“, „Erinnerung“) ist die reichhaltige Aufnahme von Informationen und deren gute Verarbeitung. Daraus kristallisiert sich ein bewusstes „sich Erinnern“ – und zwar auf Dauer! Vulgo „Eselsbrücken“ bauen, Reime bilden, innere Bilder entwickeln. Die Mnemotechnik ist ein kluges Schema effektiven Lernens und Erinnerns.
Eine wichtige Rolle bei der Mnemotechnik spielt die Assoziations-Technik. Will man sich eine Reihe verschiedener Dinge merken, ist es sinnvoll, sich diese bildhaft vorzustellen. Danach stellt man in Form einer lustigen oder schrecklichen Geschichte eine Verknüpfung her.
Genau diese Technik lässt sich bei der Übung Kartenmerker (Link) auf NeuroNation anwenden:

Elefant Herz Krone Zange
Diese Begriffe werden zunächst visuell erfasst. Die Verknüpfung lautet: Ein Elefant verliebt sich (Herz) in eine Prinzessin (Krone) und um ihr näher zu kommen, verkleidet er sich als Handwerker (Zange).
Diese Assoziation beinhaltet Witz und Emotion (Verliebtsein). So prägen sich die Namen „Elefant, Herz, Prinzessin und Zange“ gut und dauerhaft ein. Weitere Gefühle, die sich gut einprägen lassen, sind Schmerzempfinden und Hungergefühl. Diese simple Methode findet man übrigens bei allen Mnemotechniken wieder. Darum sollte diese eben vorgestellte Assoziations-Übung regelmäßig geübt und angewendet werden.
Als Sammelwerk vieler Techniken bietet sie einen gewissen Mehrwert und verbindet sinnvoll alte „Muster“ mit neuen „Mustern“.
Die „Mnemotechnikfabrik“ basiert und stützt sich auf:
- Fantasie
- Visualisierung
- Logik
- Emotion
- Transformation
- Lokalisation
- Assoziation
Dieser „Pool“ an grundlegenden Techniken greift, hilft und überzeugt in abgeleiteten Merkverfahren, nämlich:
- Assoziationsketten
- Loci-Methode
- Alphabet-Methode
- Zahlen-Symbol-Methode
Diese werden – da eins auf dem anderen aufbaut – in zwei kommenden Einzelartikeln eingehend erklärt und dargestellt.
Fazit
Nur Ausdauer und Beharrlichkeit führen letztlich zum gewünschten Ziel. Unser Gedächtnis freut sich über jede gelungene Abwechselung in Form von Gehirntraining und einem gut ausgewählten Gedächtnistraining. Wenn Sie mehr zu den verschiedenen Mnemotechniken lernen möchten, werfen Sie doch einen Blick in folgende Bücher:
(Klicken Sie ein Bild an, um eine genaue Beschreibung zu lesen)
Nicht vergessen: Jeder Tag, an dem wir unser Gehirn schulen und trainieren, ist ein gewonnener Tag!
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