Drei gute Gründe Laufen zu gehen

 

Dass Laufen gut für unseren Körper ist, zweifeln die wenigsten an, doch wie profitiert unser Gehirn vom Ausdauersport? Wir sind dieser Frage auf den Grund gegangen und stellen Ihnen die Top 3 Gründe vor, noch heute mit einem Lauftraining anzufangen. 

 

 

Grund I: Laufen macht schlau


„Sport macht das Gehirn effektiver“, sagt Prof. Manfred Spitzer, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Ulm. Die Studie sollte erforschen ob durch regelmäßiges Laufen auch die Gehirnfunktionen profitieren und welcher Mechanismus dem zugrunde liegt. 100 Probanden mussten dabei mehrmals wöchentlich über vier Monate lang laufen gehen. 77 von Ihnen hielten durch und erzielten zum Erstaunen der Forscher erhebliche Fortschritte in den Bereichen: „Konzentrationsfähigkeit“, „visuell-räumliches Gedächtnis“ und „positive Stimmung“. 

Was die Forscher aber noch mehr erstaunte, war die Tatsache, dass auch der Dopaminabbau im Gehirn positiv beeinflusst werden konnte. Dopamin ist ein Hormon, das infolge geistiger Anstrengungen abgebaut wird. Die Stärke des Abbaus ist dabei stark genetisch bedingt. Durch das Laufen konnten „genetisch benachteiligte“ Probanden ihren Nachteil ausgleichen und so normale Dopaminwerte erreichen. Auch EEG-Untersuchungen belegten den Zusammenhang zwischen körperlicher und geistiger Fitness. "Fittere Probanden zeigen eine schnellere und effizientere Reizverarbeitung", berichten die Autoren der Studie.  

 

Grund II: Stressabbau

 

Im heutigen Alltag wird zunehmend immer mehr von uns abverlangt: Immer kürzere Deadlines, immer mehr Aufgaben. Das alles führt dazu, dass wir mit zunehmend mehr Stress zurechtkommen müssen. 

Dabei wird im Gehirn eine Reihe von Hormonen ausgeschüttet, allen voran das Cortisol. Dieses gilt als das Haupt-Stresshormon. Es führt dazu, dass wir gereizt und teilweise auch aggressiv werden, was uns daran hemmt, konzentriert Probleme anzugehen. Ist man nach der Arbeit entspannt, beginnt auch der Cortisolspiegel zu sinken. Doch vollzieht sich dies eher langsam. Laufen hilft genau diesen Abbauprozess zu beschleunigen und zu einem ausgeglichenen entspannten Geist zurückzufinden. „Eine Stunde in der Woche laufen, das wirkt so gut wie hundert Milligramm Betablocker jeden Tag“, sagt Thomas Tölle, Neurologe und Psychologe der Technischen Universität München. 

 

Grund III: Hilfe gegen Depressionen

 

Depressionen müssen mittlerweile schon zu den Volkskrankheiten zählen. Immer häufiger erleiden Menschen in Folge von z.B. starkem andauernden Stress Depressionen. Der Weg daraus wird sehr häufig mit Medikamenten und unterschiedlichsten Therapien angegangen. Immer häufiger jedoch wird auch Laufen als Therapie angewendet. Eine Studie der Duke University in North Carolina (USA) konnte belegen, dass Sport die Stimmung heben kann. Das ist insbesondere bei Depressionen und Angstzuständen von Interesse. 

Erklärt wird dieses Phänomen durch das Freisetzen von Glückshormonen: Dopamin, Serotonin und Endorphine. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass Depressionen, die mit Sport bekämpft werden, niedrigere Rückfallquoten aufweisen. 

 

Fazit

 

Laufen schafft eine Grundlage für mehr Leistungsfähigkeit im Gehirn ersetzt aber kein Training oder Lernen: „Das Potential des Gehirns lässt sich durch Ausdauertraining steigern, aber nur Laufen reicht auch nicht.“, sagt hierzu Prof. Spitzer. Auch die Dortmunder Altersstudie kam zu ähnlichen Ergebnissen. Fest steht: Wer dauerhaft geistig gesund und leistungsfähig bleiben will, sollte auf keinen Fall aufs Laufen verzichten.

 

 

 

 

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Kommentare

 

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ich denke mal nicht nur

ich denke mal nicht nur laufen / joggen... sondern auch fußball / handball / ski fahren / skaten ... etc. zählt dazu?? jegliche sportaktivität die in verbindung mit körperlicher anstrengung verbunden ist... meine frage - zählt auch das "Fitness Center - Training" dazu ? ( 10min warmlaufen 30min trainieren + 10 min auslaufen ) ??

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ja absolut. Die Dortmunder

ja absolut. Die Dortmunder Altersstudie hat bspw. gezeigt, dass durch Sport im Fitnessstudio ein deutliche schnelleres Verarbeitungstempo erreicht wird. Lesen Sie dazu unseren Artikel "Mit Gehirntraining sicherer im Straßenverkehr".

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Wie mit Parkinson laufen ???

Wie mit Parkinson laufen ???

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ICH MÖCHTE GERN NORMAL LAUFEN

ICH MÖCHTE GERN NORMAL LAUFEN

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Hallo Rolfi auf schwäbisch

Hallo Rolfi
auf schwäbisch gibt es den Unterschied zwischen laufen und gehen nicht. Ich kann auch nicht mehr laufen(rennen) daher versuche ich es zu kompensieren mit täglich gehen.
Helmut