Wirksamkeit des Gehirntrainings

Die körperliche Fitness genießt in unserer Gesellschaft ein zunehmend höheres Ansehen. Seit längerem gibt es Fitnesstudios, die speziell auf Senioren ausgerichtet sind, auch das Nordic Walking z.B. wird immer beliebter. Es ist allgemeiner Konsens, dass körperliche Ertüchtigung zu einem gesünderen, längeren und erfüllteren Leben führt. Genauso verhält es sich mit der geistigen Fitness. Die vor kurzem erschienene, umfangreiche Cogito-Studie belegt, dass Gehirntraining die grauen Zellen in jedem Alter auf Trab hält. In der Studie im Rahmen des PFIFF-Projekts wurde ebenfalls nachgewiesen, dass sich kognitives Training positiv auf die Aufmerksamkeit und das Arbeitsgedächtnis auswirkt.

 
Das ganze Gehirn tranieren
 

Nach heutigem Stand der Forschung erreicht das Gehirn mit 16-25 Jahren seine höchste Auffassungsgabe und Leistungsfähigkeit. Ab diesem Alter sinkt unsere geistige Fitness. Spiele und Rätsel wie Sudoku oder Kreuzworträtsel sind unabstreitbar besonders für Senioren eine Möglichkeit im Alter trotzdem fit zu bleiben. Doch bietet die Wissenschaft bereits weitaus effizientere Methoden, sein Gehirn zu trainieren. Dabei verhält es sich ähnlich wie mit z.B. Yoga und Joggen. Letzteres ist eine einfache und zugängliche Art fit zu bleiben, beim Yoga jedoch handelt es sich um ein lange entwickeltes System, das über die physische Fitness weitere Komponenten kombiniert: bspw. die Atmung und den Geist.

 

yoga Genau das bieten moderne Übungen zur Steigerung der geistigen Fitness, wie NeuroNation, die als Gehirnjogging bezeichnet werden, wobei die treffendere Bezeichnung „Gehirnyoga“ wäre. Denn es wird nicht wie bei einem Kreuzworträtsel ein bestimmtes Teilgebiet des Gehirns aktiviert, sondern viele verschiedene, wie z.B. das Gedächtnis durch die Übungen wie Kartenmerker und die Logik durch das Absolvieren von Formbar. Das zu einer allgemeinen Verbesserung der Leistung nicht nur in der Übung, sondern auch im Alltag führt. Dies bestätigt eine Studie von Sherry L. Willis (et al.) [1]. Die Professorin für Entwicklungspsychologie der University of Texas at Austin untersucht die Auswirkung von Gehirntrainings Programmen auf die alltägliche Leistung. Diese wird mithilfe eines speziellen Tests gemessen (Manual for the Everyday Problems Test [2]) und macht zwei wichtige Beobachtungen:
 
      1. Die Probanden ihrer Studie verbessern sich nicht nur in den Übungen, die sie trainieren, sondern steigern auch ihre Leistung in alltäglichen Aufgaben. Der Test für alltägliche Aufgaben umfasst hierbei ein sehr breites Spektrum, das vom Einkaufen über die Bedienung technischer Geräte, Haushaltsplanung und finanzielle Aufgaben reicht.
         
      2. Die verbesserte Leistung ist bis zu 5 Jahre nach dem Training noch deutlich messbar. 
 
Diese Studie widerlegt eindeutig den oft verbreiteten Glauben, Intelligenz sei nicht erlernbar. Zum gleichen Ergebnis kommen auch zahlreiche weitere Studien, wie z.B. Sylvie Belleville, eine kanadische Professorin für Neuropsychologie an dem Institut universitaire de gériatrie de Montréal in Ihrer 2008 erschienen Studie: „Cognitive Training for persons with mild cognitive impairment“ [3] zu berichten weiß. Darüber hinaus werden durch die Nutzung von digitalen Übungen motorische und geistige Fähigkeiten verbessert, so eine neue Studie. Der Mensch kann also tatsächlich seine Intelligenz steigern.
 
Wie ist ein solches Training aufgebaut?
 
Es gibt eine Reihe von Punkten, die ein gutes Training umfassen muss, damit es die Alltagsleistung nicht nur verbessert, sondern auch langfrisitg erhält.
 
PersonalisierungAdaptiv: D.h. das Training darf einen weder über- noch unterfordern, da in beiden Fällen die Aktivität des Gehirns nachweislich abnimmt. Aus diesem Grunde fangen alle NeuroNation-Übungen immer einfach an und werden nach einer Reihe richtiger Antworten immer schwieriger. 
 
Richtige WirkungZielgerichtet: Eine Übung muss auf spezielle Gehirnfunktionen abzielen, die besonders die Alltagsleistung verbessern. Auf diesem Gebiet beschäftigen sich viele Forscher mit dieser Aufgabe. Der deutsche Psychologe Siegfried Lehrl hat diesem Thema sein Lebenswerk gewidmet. Die Übungen von NeuroNation basieren unter anderem auf seiner Forschung. 
 
MotivationMotivierend: Wie jede Form von Übung ist auch beim Gehirn- und Gedächtnistraining eine Beständigkeit und Kontinuität einer der Schlüsselfaktoren zum Erfolg. „Wer rastet, der  rostet“ sagt zurecht ein bekanntes Sprichwort. Wir empfehlen daher ein tägliches Training von etwa 10 Minuten Dauer. 
 
AbwechslungAbwechslungsreich: Wer ständig die gleichen Aufgaben (z.b. Sudoku) löst, lernt zwar diese schnell auszuführen, aber strengt sein Gehirn mit der Zeit immer weniger an. Wir empfehlen daher das Training auf so viele Übungen wie möglich auszuweiten, da jede ein etwas anderen Anspruch hat. Damit das Gehirn sich neustrukturieren kann, braucht es immer neue Herausforderungen. NeuroNation bietet dazu eine große Zahl an kostenlosen Basisübungen, wie z.B. Kassendenker, und es erscheinen monatlich weitere neue Übungen, um Ihrem Gehirn genau diese Herausforderungen bieten zu können.
 
TrainingUmfassend: Ein Training sollte immer umfassend sein. Versuchen Sie stets ein Training zu absolvieren und nicht einzelne Übungen sehr häufig zu üben. Denn alle Aspekte des Trainings sind verknüpft. Beispielsweise ist Kopfrechnen ohne ein gutes Gedächtnis ebenfalls schwierig, da man sich schließlich die Zahlen, mit denen man rechnet, auch merken muss.
 
Zusammenfassend lässt sich also sagen: Intelligenz ist erlernbar.
ZusammenfassungWer ausgewogen, regelmäßig und vor allem abwechslungsreich trainiert, wird bereits nach kurzer Zeit einen spürbaren Erfolg im Alltag merken. Die Konzentration, Kreativität und Schnelligkeit werden zunehmen und das langfristig. Den ersten Schritt zu diesem neuen Leben können Sie jetzt tun, indem Sie sich auf NeuroNation registrieren und Ihr Gehirn wachsen lassen!
 
Quellen:
[1] Willis, S.L. et al. (2006), Long-term Effects of Cognitive Training on Everyday Functional Operations in Older Adults. JAMA, 296(23), 2805-2814
[3] Belleville, S. (2008), Cognitive training for persons with mild cognitive impairment, International Psychogeriatrics, 20: 57-66