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Abstraktes Denken - was ist das?

Abstraktes Denken verbessernAbstraktion bezeichnet die Fähigkeit, im Denkprozess die Einzelheiten wegzulassen und sie direkt zu verallgemeinern und somit zu vereinfachen. Die aufgenommenen Informationen werden auf ein Wesentliches reduziert, sodass sie auf eine andere Art und Weise verarbeitet werden können. Daher ist abstraktes Denken im Alltag sehr hilfreich. Der Begriff "Buch" zum Beispiel ist ein abstrakter Begriff. Es gibt Bücher in verschiedenen Größen und Farben, doch wir haben diesen Gegenstand auf das Wesentliche reduziert, sodass der Begriff "Buch" für jedermann verständlich ist. Die Frage "Reichst du mir mal das Buch?" kann jeder Mensch verstehen, ohne zu wissen um welches Buch genau es sich handelt.

Drei verschiedene Abstraktionsstufen

Durch zahlreiche Studien wurde bewiesen, dass abstraktes Denken beim Menschen in drei Stufen der Abstraktion einzuteilen ist.

1. Mittlere Grundstufe, zum Beispiel "Tisch"
2. Abstrakter Oberbegriff, zum Beispiel "Möbel"
3. Konkrete Stufe eines Einzelbeispiels, zum Beispiel "mein Schreibtisch"

 Die Begriffe aus der mittleren Grundstufe stellen die Basiskategorien dar. Sie charakterisieren sich durch bestimmte Eigenschaften. So werden sie beispielsweise von Kleinkindern zu Anfang gelernt, zum Beispiel "Ball". Erst später folgen die anderen Begriffe, wie "Spielzeug" und "Tischtennisball". Im Umgang mit ihnen gibt es spezielle typische Bewegungsabläufe, wie zum Beispiel "fangen" und "werfen". Dieser ist bei allen Gegenständen der mittleren Grundstufe ähnlich (alle Bälle kann man werfen und fangen).

Ihr Aussehen ist ungefähr gleich. Daher gibt es für diese bestimmte Kategorie ein Abbild im Gedächtnis, welches die ganze Kategorie repräsentieren kann. Das kann man am einfachsten in Bilderbüchern für Kleinkinder erkennen. Ein Ball mag sich vielleicht Farbe und Größe unterscheiden, aber die charakteristische Form ist in Bilderbüchern immer gleich. Mit wachsender Erfahrung ändert sich die Vorstellung dieser drei Stufen der Abstraktion. So kann man sich im Laufe des Lebens nicht an jeden einzelnen Ball erinnern, greift aber beispielsweise auf Sportarten zur Unterscheidung zurück.

 Abstraktes Denken bei Mensch und Tier

Diese Fähigkeit für abstraktes Denken ist typisch für Menschen. Tiere besitzen sie, soweit erforscht, nicht. Das lässt sich an einem einfachen Beispiel erklären: Wir haben drei Punkte A, B und C. Diese bilden ein Dreieck. Tiere würden einfach von A über B laufen um nach C zu kommen. Für den Menschen ist direkt verständlich, dass der einfachste Weg von A nach C ist, direkt von A nach C zu laufen. Ein weiteres Beispiel von abstrakten Denken ist das Erkennen der eigenen Person im Spiegel. Schaut der Mensch in den Spiegel, erkennt er sich selbst wieder. Wohingegen ein Hund beispielsweise, nichts mit der Erscheinung im Spiegel anfangen kann und sie gegebenenfalls sogar für einen anderen Artgenossen hält.

Abstrakte Begriffe

Abstrakte Begriffe sind Begriffe, welche der Mensch sich vorstellen kann, ohne ihn jemals gesehen zu haben. Er kann also gesprochene Wörter, die den Begriff beschreiben im Kopf durch ein Bild ersetzen. Der Mensch abstrahiert das gesprochene Wort, da er die Fähigkeit zum abstrakten Denken besitzt. Beispiele für abstrakte Begriffe zum Beispiel:

  • Abenteuer
  • Ekel
  • Dummheit
  • Intelligenz
  • Glück
  • Freude
  • Unglück
  • Pech
  • Hoffnung
  • Konflikt
  • Langeweile
  • Liebe
  • Trauer
  • Unschuld
  • Wahnsinn
  • Zufall

Abstraktion und Logik - Wo liegt der Unterschied?

Abstraktes Denken ist ein Grundgerüst. Abstraktes Denken heißt eigentlich etwas auf das wesentliche zu reduzieren. Logisches Denken ist eher auf die Vernunft bezogen. Man denkt anhand von Argumenten. Außerdem ist Abstraktion nicht auf Gefühle angewiesen, beziehungsweise hat rein gar nichts mit Emotionalität zu tun. Abstraktes Denken ist eher analytisches, neutrales Denken. Logisches Denken ist allerdings eng mit Gefühlen verknüpft. So kann es zum Beispiel logisch sein, auf das so genannte "Bauchgefühl" zu hören, obwohl alle Argumente dagegen sprechen. Wenn das Bauchgefühl jedoch etwas anderes sagt und man diesem nicht folgt, läuft man der Gefahr, physisch krank zu werden und plötzlich klingt es doch logisch seinem Bauchgefühl zu folgen. Oftmals wird als logisches Denken aber auch die Fähigkeit impliziert, Gefühle außen vor zu lassen.

 Abstraktes Denken - Fähigkeit nimmt mit dem Alter ab

 Die Altersprozesse im Körper machen auch vor dem Gehirn nicht halt. Daher verschlechtert sich die Fähigkeit zum abstrakten Denken mit dem Alter, genauso wie alle anderen kognitiven Fähigkeiten. Dieser Prozess wird durch eventuelle Krankheiten noch beschleunigt. Sind Sie von einer der folgenden Krankheiten betroffen, sollten Sie ihre kognitiven Fähigkeiten und damit auch die Fähigkeit für abstraktes Denken bereits früh unter besondere Beobachtung stellen, um mögliche Defizite frühstmöglich festzustellen. Zu den Krankheiten, die abstraktes Denken beeinträchtigen gehören:

  • Herz-Kreislauferkrankungen
    Gefäßerkrankungen
    Stoffwechselstörungen
    neurodegenerative Erkrankungen

Um abstraktes Denken zu schulen, eignet sich vor allem kognitives Training. Dafür gibt es spezielle "Gehirnjogging"-Rätsel und Aufgaben für sämtliche Spielekonsolen, genauso wie für Smartphones, Tabletts und Computer. Aber auch bekannte Rätsel, wie schwedische Rätsel und Sudoku, schulen das kognitive Denken und damit auch abstraktes Denken. Viele Studien haben neuartige Methoden zum Gehirntraining herausgefunden. Eine dieser Methoden ist zum Beispiel das sogenannte n-Back-Training, welches für Smartphones und andere technische Geräte verfügbar ist. Dieses schult das Gehirn, wenn man sich nur zwanzig Minuten am Tag, diesem Training widmet und das zwanzig Tage am Stück. Danach sind die Gehirnleistung und das abstrakte Denken verbessert. Dieser Effekt hält für 3 Monate an. Danach muss erneut mit dem Training begonnen werden.

Denkvermögen verbessern

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