5 Tipps für eine bessere Konzentration

Das Handy in der Hosentasche, die animierte Werbung an der Straßenseite, Emails rund um die Uhr. Die Liste an möglichen Ablenkungen, denen wir im Alltag begegnen ließe sich fortsetzen.

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Sind wir diesen Errungenschaften der modernen Technik hilflos aus-gesetzt, oder können wir mit bestimmten Techniken entgegenwirken? Zwar gibt es kein Wundermittel, mit dem sich die Konzentrationsfähigkeit beliebig steigern lässt, wohl aber einige Techniken, die einen Beitrag leisten können im Alltag Ablenkungen leichter zu widerstehen. Hier die 5 vielversprechensten Tipps:

1. Ausreichend Schlaf

Schlaf für bessere Konzentration

Wie gut wir Ablenkungen widerstehen können hängt von der Stärke unserer Selbstkontrolle ab. Diese gleicht einer Energie, die im Laufe des Tages abnimmt und in der Nacht wieder aufgefüllt wird. Um geruhsam zu schlafen ist es wiederum hilfreich im Bett die Finger vom Smartphone zu lassen und keine Emails aus der Arbeit zu lesen. Das Lesen von Emails ist der Entspannung und somit dem Schlaf abträglich [1].

2. Ordnung halten

Wenn Ihr Schreibtisch sehr ordentlich ist und auf sich darauf nur das wesentliche befindet, können Sie diesen Punkt getrost überspringen. Für den Fall, dass Ihr Schreibtisch einem Chaos gleichkommt, sollten Sie sich überlegen regelmäßig für Ordnung zu sorgen. So konnte eine Studie zeigen, dass ein chaotischer Schreibtisch zu Müdigkeit führt [2]. Unser Gehirn muss mehr Informationen verarbeiten, was zu Erschöpfung führt (siehe Punkt 1).

3. Ein Spaziergang durchs Grüne

Spazieren gehen

So reizvoll Städte auch sind, sie haben auch Nachteile. Eine Studie der Universität Edinburgh ging der Frage nach, wie unser Gehirn auf einen Spaziergang durch eine Großstadt verglichen mit einem Spaziergang durch einen Park reagiert. Die Wissenschaftler konnten dabei zeigen, dass unser Gehirn zur Ruhe kommt, wenn wir uns im Grünen befinden. In Zukunft lohnt es sich also die Mittagspause im nächsten Park zu verbringen [3].

4. Stressoren Identifizieren

Oftmals merken wir zwar, wie unkonzentriert wir uns fühlen, doch wissen wir nicht, woran das liegt. Um aber Stressoren zu bekämpfen, ist es wichtig diese zunächst einmal zu identifizieren. Dafür lohnt es sich durch einen Blick nach innen herauszufinden, in welchen Situationen Sie besonders unkonzentriert sind. Beispielsweise könnte Ihnen auffallen, dass Sie besonders oft abgelenkt sind, wenn Kollegen im Nachbarbüro eine Besprechung haben. Als Gegenmaßnahme könnten Sie dann zum Beispiel Kopfhörer aufsetzen.

5. Regeln aufstellen

Viele Angestellte klagen, dass sie durch den ständigen Eingang von Emails aus einer Tätigkeit gerissen werden und es ihnen schwerfällt sich zu konzentrieren. Dagegen gibt es Abhilfe: So können Sie es sich beispielsweise zur Regel machen keine Emails zwischen 9 Uhr und Mittag zu lesen. Wenn Sie den Grund Ihren Kollegen erklären, werden sie sicher Verständnis zeigen. So manch einer wird sich Ihnen vielleicht sogar anschließen. Und wie sieht es mit Facebook aus, dem Zeitfresser des 21. Jahrhunderts? Es gibt inzwischen Anwendungen für die meisten Internet-Browser, bei denen Sie einstellen können, wie viel Zeit Sie pro Tag auf Facebook maximal verbringen möchten. Ist die Zeit aufgebraucht, ist Facebook für den Rest des Tages gesperrt (natürlich gibt es auch Smartphones, der Selbstbetrug ist auch weiterhin möglich). Dies können Sie selbstverständlich auch mit anderen Seiten machen, je nachdem, welche Internetseite Sie als den größten Zeitfresser identifizieren.

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Quellen:

[1] Lanaj, K., Johnson, R. E., & Barnes, C. M. (2014). Beginning the workday yet already depleted? Consequences of late-night smartphone use and sleep. Organizational Behavior and Human Decision Processes, 124(1), 11-23.

[2] McCains, S., & Kastner, S. (2011). Interactions of top-down and bottom-up mechanisms in human visual cortex. Journal of Neuroscience, 31(2), 587-597.

[3] Aspinall, P., Mavros, P., Coyne, R., & Roe, J. (2013). The urban brain: analyzing outdoor physical activity with mobile EEG. British Journal of Sports Medicine.

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