Beeinträchtigt Fernsehen die geistige Fitness?

Vermutlich kennen viele noch einige Ratschläge der Eltern aus der Kindheit. "Guck nicht so viel Fernsehen.", "Geh doch lieber raus.", "Zu viel Fernsehen ist ungesund." Sicherlich war man damals das ein oder andere Mal etwas verärgert, aber wie bei so vielem was einem die Eltern geraten haben, hatten sie auch in dieser Hinsicht recht.

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Natürlich ist es in Ordnung auch mal fernzusehen und man muss auch nicht immer auf seine Lieblingsserie verzichten. Fakt ist aber, dass Fernsehen eine sehr passive Aktivität ist, bei der man obendrein auch noch die meiste Zeit sitzt.

Ab wann wird Fernsehen ungesund?

Fernsehen ist eine Wahlmöglichkeit für uns, unsere Freizeit zu verbringen. Es ist allerdings eine Option aus unzähligen anderen, die wir in unserer oft knappen Freizeit wählen können. Wenn wir uns also für das Fernsehen entscheiden, werden dafür andere, meist gesündere Aktivitäten vernachlässigt. Im Durchschnitt gucken Jugendliche und Kinder heutzutage etwa 3,5 Stunden Fernsehen pro Tag und sitzen 2 Stunden vor dem Computer [1]. Und ab diesem Maß beginnt die bildschirmbasierte Freizeitunterhaltung auch schon ungesund zu werden. Denn Alternativen wie:
  • Physische Aktivitäten wie z.B. Sport machen
  • Soziale Aktivitäten wie z.B. Freunde treffen
  • Geistige Aktivitäten wie z.B. Lesen

werden immer weniger genutzt, obwohl Sie unser Gehirn und unsere geistige Fitness mehr fördern. Viele Wissenschaftler beschäftigen sich mit diesem Thema, wie auch eine Studie, die im Jahr 2010 in der Fachzeitschrift "American Journal of Preventive Medicine" erschien. In dieser Studie kommen die Forscher zu dem Ergebnis, das übermäßiger Fernsehkonsum ungesund ist.

Die Studie

3920 Männer und Frauen wurden mittels eines Gesundheitsfragebogens zu ihrer aktuelle geistige Fitness und Gesundheit befragt. Es handelte sich dabei unter anderem um Fragen über den Fernsehkonsum, bildschirmbasierte Unterhaltung im Allgemeinen, körperliche Aktivitäten und so fort. Etwa 1/4 der Befragten gaben an, dass Sie 4 Stunden am Tag bildschirmbasierte Unterhaltung konsumieren. Auffällig dabei war, dass diese 25 Prozent eine größere Anfälligkeit auf psychische oder mentale Störungen hatten. Im Gegensatz zu den Personen die weniger Fernsehen guckten und ein besseres Ergebnis in Bezug auf ihre geistige Fitness erreichten.

Wie gesagt, das soll keine Predigt über den totalen Verzicht auf das Fernsehen sein, aber denken Sie trotzdem daran: Eine aktive Freizeitgestaltung fördert nicht nur die physische, sondern darüber hinaus auch die psychische Gesundheit und ihr Wohlbefinden.[2]

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Quellen:

[1] Gesundheitliche Aufklärung, (2012), Fernsehen macht dumm, dick und gewalttätig, http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/fernsehen-macht-dumm-dick-und-gewalttaetig
[2] Hamer, Mark, Stamatakis, Emmanuel and Mishra, Gita D. (2010) Television- and screen-based activity and mental well-being in adults. American Journal of Preventive Medicine, 384: 375-380.

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