Diese 3 Tipps helfen Ihnen, Ihre Vorsätze einzuhalten

Schluss mit den Ausreden. Mit den folgenden drei Tipps können Sie die Macht der Gewohnheit brechen.

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Wir hoffen, Sie sind gut ins neue Jahr gestartet. Haben Sie sich Vorsätze für das neue Jahr gesetzt? Wenn ja, entscheiden die nächsten Wochen darüber, ob Sie Ihre Vorsätze einhalten oder in die Routine der vergangenen Jahre verfallen. Sobald der Alltagsstress wieder beginnt, fällt es vielen Menschen schwer, den Vorsätzen die gebührende Aufmerksamkeit zuteilwerden zu lassen. Wir wissen allzu gut, wie schwer es ist, im Alltag immer aufs Neue die Energie aufzubringen, sich gegen die Macht der Gewohnheit zu stemmen. Daher geben wir Ihnen heute drei Tipps an die Hand, die Ihnen helfen, 2016 zu einem besonderen Jahr zu machen.

1. Kenne dich selbst

Auch Odysseus kämpfte mit VersuchungenAls sich Odysseus auf seiner Reise den Sirenen näherte, wusste er, dass deren wundervoller Gesang ihn magisch anziehen, sein Schiff auf die Felsen zusteuern lassen und es so zum Kentern bringen würde. Die Göttin Kirke gab ihm, der Legende nach, einen Tipp, wie er in den Genuss des Gesangs kommen konnte, ohne dabei dem Untergang geweiht zu sein: Er solle sich von den anderen Seglern an den Mast binden und gleichzeitig die Ohren seiner Segler mit Wachs versiegeln lassen. Auf diese Weise könne er dem Gesang lauschen ohne sich ins Verderben zu stürzen. Sie sehen: Die Menschen der Antike standen vor den gleichen Herausforderungen wie wir.
Die Moral von der Geschicht: Um Versuchungen zu widerstehen, ist es zunächst wichtig zu wissen, in welchen Situationen wir besonders anfällig sind, ihnen zu erliegen. Das hilft uns, unseren Tag so zu strukturieren, dass wir möglichst gar nicht erst in die Bredouille gelangen, gegen unsere Vorsätze zu verstoßen. Wenn wir beispielsweise abnehmen möchten, sollte tunlichst vermieden werden, Schokolade und Chips im Haushalt zu haben - Gelegenheit schafft Appetit.

2. Implementierungs-Intentionen

Implementierungs IntentionenKeine Sorge - dieser Punkt klingt komplizierter als er ist. Der deutsche Psychologe Peter Gollwitzer hat eine Methode entwickelt, die hilft, an Vorsätzen festzuhalten [1]. Dabei ist es wichtig, Verhaltensweisen an „Wenn, dann…“-Sätze zu knüpfen. Wenn wir häufig genug bei einem bestimmten Verhalten diese „Wenn, dann…“-Sätze anwenden, geht das erwünschte Verhalten ins „Blut“ über. Beispielsweise könnten Sie den Wunsch haben, häufiger die Treppen und seltener den Aufzug zu benutzen, um dadurch etwas für Ihre Figur zu tun. Die geeignete Implementierungs-Intention könnte dann so aussehen:
„Wenn ich einen Aufzug sehe, denke ich an meinen nächsten Strandurlaub und nehme anstelle des Aufzuges die Treppen.“ Entscheidend ist, dass Sie sich diesen Satz häufig vergegenwärtigen, sodass beim Anblick eines Aufzugs automatisch die Verbindung zum Nutzen von Treppensteigen entsteht.

3. Selbstkontrolltraining im Alltag

Versuchungen gibt es vieleEin Grund, weswegen wir so häufig schwach werden, ist ein Mangel an Selbstkontrolle. Unter diesem Begriff verstehen Psychologen die Fähigkeit, ein Verhalten gegen Impulse, die etwas anderes möchten, aufrechtzuerhalten. Stellen Sie sich beispielsweise vor, Sie betreten einen Supermarkt und haben eine Vorliebe für Schokolade. Wenn sie dann im Supermarkt sind, müssen sie Selbstkontrolle aufwenden, um keine Schokolade zu kaufen. Der Psychologe Roy Baumeister untersuchte die Fähigkeit, Selbstkontrolle auszuüben. Er stellte dabei fest, dass die Selbstkontrollfähigkeit einer Batterie gleicht, die auch nur eine bestimmte Menge an Energie gespeichert hat [2]. Ähnlich einer leeren Batterie ist eine Person, deren Selbstkontrolle aufgebraucht ist, nicht in der Lage, Versuchungen zu widerstehen.
Die gute Nachricht: Studien zeigen, dass es möglich ist, die Selbstkontrolle zu stärken [2]. Wichtig ist dabei, dass Sie sich des Öfteren zum Ziel machen, Ihren Impulsen zu widerstehen. Ein einfaches Beispiel: Wir alle benutzen Füllwörter, wenn wir sprechen. Typisch dafür sind Worte wie 'Ähm', 'sozusagen' und 'nun'. Achten Sie darauf, welches Wort (oder welche Wörter) Sie besonders oft verwenden. Bemühen Sie sich dann, eine halbe Stunde ohne diese Worte auszukommen.
FarbverwirrungIn einer Studie von Roy Baumeister konnte diese Übung effektiv die Selbstkontrolle stärken. Auch mit NeuroNation können Sie Ihre Selbstkontrolle trainieren. Beispielsweise wurde die Übung Farbverwirrung speziell für das Training der Selbstkontrolle entwickelt.
Entscheidend bei dieser Übung ist, dass wir ein Wort schneller lesen können als eine Farbe zu benennen. Praktisch bedeutet dies, dass wir gegen die dominante Verhaltensweise das Wort zu lesen ankämpfen müssen. Bei regelmäßigem Training dieser und anderer Übungen, trainieren Sie nachhaltig Ihre Selbstkontrolle.

Aller Anfang ist schwer

Wir wissen allzu gut, dass aller Anfang schwer ist. Mit diesen drei Tipps haben Sie drei effektive Methoden zur Verfügung, die Ihnen helfen, im Kampf gegen die Macht der Gewohnheit die Oberhand zu behalten. Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Start ins neue Jahr.

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Quellen:

1: Gollwitzer, P. M. (1999). Implementation intentions: Strong effects of simple plans. American Psychologist, 54, 493–503.
2: Baumeister, R., Gailliot, M., DeWall, C. N., & Oaten, M. (2006). Self-Regulation and Personality: How Interventions Increase Regulatory Success, and How Depletion Moderates the Effects of Traits on Behavior. Journal of Personality, 74(6), 1773-1802.

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