Neue Studie: Ist Alzheimer heilbar?

Wäre es möglich, dass eins der größten und am meisten Besorgnis erregenden Geheimnisse des menschlichen Alterns vor wenigen Wochen gelüftet wurde? Diese Möglichkeit schließen Forscher der Rutgers University (USA) nicht aus.

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Bekanntlich können Wissenschaftler den genauen Grund der Alzheimererkrankung immer noch nicht benennen. Eine weitverbreitete Theorie geht davon aus, dass Beta-Amyloid-Proteine zu Eiweisablagerungen, den sogenannten amyloiden Plaques, zwischen den Neuronen im Gehirn führen. Im gesunden Gehirn werden diese Fragmente zersetzt und vernichtet. Bei der Alzheimer-Krankheit aber häufen sie sich zu harten, unauflöslichen Plaques an.

Nun scheint die Ungewissheit ein Ende gefunden zu haben. Forscher der Rutgers University unter Leitung von Professor Federico Sesti sind einer Möglichkeit auf der Spur, Alzheimer zu behandeln. Der Schlüssel könnte ein Protein namens KCNB1 sein. Es wird unter Stresseinfluss in einem von Alzheimer betroffenen Gehirn durch Oxidation produziert – und fördert die Produktion des Beta-Amyloid-Proteins.

"Die Entdeckung dieses Oxidationsprozesses und des Aufbaus von KCNB1 wurden durch die Beobachtung von Veränderungen in Gehirnen von Mäusen und Menschen gemacht. Diese Erkenntnis ist von großer Wichtigkeit, da die meisten Studien häufig nicht über die Beobachtung von Tieren hinausgehen", verdeutlicht Professor Sesti.

Das Forscherteam hat nach dieser Entdeckung ein hemmendes Medikament namens Sprycel bereits erfolgreich bei Mäusen testen. Es zeigte sich, dass dieses oder ähnliche hemmende Medikamente mit großer Wahrscheinlichkeit die Entstehung von Plaques reduzieren können. Eine klinische Studie zur Prüfung dieses Medikamentes bei Menschen steht in nächster Zeit an und lässt auf vielversprechende und durchaus revolutionäre Ergebnisse hoffen.

Alzheimer behandeln – oder doch lieber vorbeugen?

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Quellen:

Yu Wei, Mi Ryung Shin, Federico Sesti. Oxidation of KCNB1 channels in the human brain and in mouse model of Alzheimer’s disease. Cell Death & Disease, 2018; 9 (8)

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