Wieso auch Fußball-Profis auf Gehirntraining setzen

Schnelles Denken und präzises Handeln brachten den Profis bei den Finalspielen der Fußball-weltmeisterschaft in Brasilien den entscheidenden Vorteil im Kampf um die Siegertrophäe. Was aber macht die Genialität eines Messi oder Müller aus? Forscher der Londoner Brunel University glauben: Der Unterschied liegt in der Geschwindigkeit ihres Arbeitsgedächtnisses.

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Das wissen auch die Trainer der Erfolgsclubs FC Chelsea und Borussia Dortmund, die Gehirntraining zur Steigerung der kognitiven Fitness in das Trainingsprogramm integrieren. Personalisiertes Gehirntraining hat großes Potenzial, um die Informationsverarbeitung zu beschleunigen, bestätigt Prof. Dr. med. Michael Falkenstein, Arzt und Psychologe sowie Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von NeuroNation.

Das Geheimnis des Erfolgs von Dortmund und Chelsea

Neben José Mourinho, früher Trainer von Real Madrid, heute von FC Chelsea, setzt auch Jürgen Klopp, Coach von Borussia Dortmund, seit 2010 auf Gehirntraining zur Leistungssteigerung. In einem Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) sagt er: "Das ist eine der spannendsten Sachen, die ich in meinem Job entdeckt habe. Man kann auf verschiedenste Dinge schneller und klarer reagieren."

Herausragende Physis und geistige Aktivierung entscheidend

Steigerung der LeistungsfähigkeitAnalysen der Aktivierungsmuster im Gehirn von erfahrenen Spielern durch Dr. Daniel Bishop von der Londoner Brunel University ergaben das mentale Rezept von Messi und Co.: herausragende Physis gepaart mit außergewöhnlichen geistigen Aktivierungsmustern, die im Kernspintomographen sichtbar sind, begünstigen Zweikampferfolge, Passgenauigkeit und Torgefährlichkeit. Das unterscheidet den Profi vom Amateur: Erfahrene Fußballer schätzen die Ereignisse auf dem Feld einfach schneller und besser ein.

Wie ein Fußballspiel das Gehirn fordert

Die Herausforderungen auf dem Spielfeld in Brasilien sind vielfältig. Das gegnerische Team kämpft um den Ballbesitz und versucht vor allem im eigenen Strafraum Aktionen von exzellenten Stürmern wie Thomas Müller zu verhindern. Der Spieler muss gleichzeitig Angriffe abwehren, Verteidiger und Mitspieler im Auge behalten und den Winkel zum Tor korrekt einschätzen. Ermöglicht wird dieses zielgerichtete und präzise Handeln durch eine zentrale Komponente des Arbeitsgedächtnisses, die sogenannte exekutive Kontrollfunktion.

Wie kann Gehirntraining die Leistung von Fußballspielern steigern?

Sportwissenschaftlerin und Humanbiologin Dr. Sabine Kubesch aus Heidelberg erklärteAusgezeichnet mit dem AOK-Leonardo vor kurzem in einem Interview mit einem DFB-Verbandsmagazin, dass ein gezieltes Training dieser exekutiven Gehirnfunktionen die Handlungs-schnelligkeit eines Spielers unter Druck erhöht und zu zielführenderen Entscheidungen führt. Sie ergänzt: "Um exekutive Funktionen zu verbessern, muss das Gehirn an der Grenze der maximalen kognitiven Leistungsfähigkeit trainiert werden." Prof. Dr. Falkenstein bekräftigt: Gehirnjogging verbessert gezielt Aufmerksamkeit, Reaktionsgeschwindigkeit und logisches Denken. Ähnlich einem gezielten körperlichen Training kann auf diese Weise die geistige Fitness des Spielers gestärkt werden. Das von der AOK mit dem Leonardo-Preis ausgezeichnete Gehirntraining von NeuroNation eignet sich dafür, die exekutiven Gehirnfunktionen sowie die Verarbeitungsgeschwindigkeit zu erhöhen.

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Quellen:

Bishop, D. T., Wright, M. J., Jackson, R. C., & Abernethy, B. (2103). Neural bases for anticipation skill in soccer: an FMRI study. Journal of Sport and Exercise Psychology, 35(1), 98-109.

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